Für mehr Achtsamkeit und Soulpower
00:00:00: Und das ist so unglaublich traurig, weil Kinder keinen haben der ihnen zur Seite steht.
00:00:04: Der ihnen sagt es tut mir leid dass du das erleben musst und das ist nicht okay.
00:00:07: wenn die am Abend geschlagen werden oder gedemütigt werden oder wenn es braucht werden dann müssen sie am nächsten Tag die Mathe aber trotzdem schreiben.
00:00:15: und dann sagt der Lehrer konzentriere dich jetzt mal wir haben Mathe.
00:00:17: was ist los?
00:00:22: Hey!
00:00:23: Wie schön, dass du hier heute wieder am Start bist bei den Mindful Sessions.
00:00:27: Bei deinem Podcast für mehr Achtsamkeit und Soulpower.
00:00:31: Hier geht es heute um ein ganz wichtiges Thema Nämlich das Thema Trauma Und ich habe mir eine Traumarexpertin eingeladen Sehr dankbar, dass sie hier ist Die großartige Dr.
00:00:44: Eileen Thiel.
00:00:45: Hallo liebe Eileen
00:00:47: Vielen Dank Liebe Sache
00:00:50: Eileen magst Du Dich mal?
00:00:52: Kurz selbst vorstellen.
00:00:53: Mache ich total gerne!
00:00:55: Also, ich bin Dr.
00:00:56: Eileen Thiel und ich bin Diplompsychologin, Psychotherapeutin und Traumaterapeuten.
00:01:01: Und ich habe sehr früh im Studium... Ich hab Psychologie studiert um Psychotherapeuten zu werden und habe aber sehr früh dem Studium gemerkt, wenn ich das Gehirn des Menschen nicht verstehe, dass es unsere zentrale Steuereinheit ist dann habe ich wenig Chance Einfluss zu nehmen.
00:01:17: Darum geht es mir bei der Psychotherapie.
00:01:19: Und dann habe ich meine Schwerpunkte von Anfang an sehr früh im Studium auf die Neurowissenschaften gelegt, hat am Max-Danke-Institut für Hirnforschung lange gearbeitet und da meine Doktorarbeit auch geschrieben.
00:01:31: Genau das ist so ein bisschen mein Hintergrund.
00:01:34: Super interessant!
00:01:37: Bevor wir ins Thema rein... stürzen und finde ich das immer ganz hilfreich, mal eine Abgrenzung zu machen.
00:01:46: Weil der Begriff Trauma ist ja ein großer Begriff und in meiner Arbeit habe ich am meisten wenn ich diese Begriffe streife würde ich sagen mit Entwicklungstraumataht zu tun und nicht mit posttraumatischer Belastungsstörungen.
00:02:08: aber für die Menschen sich der Unterscheidung noch nicht bewusst sind, weil ich glaube ganz viele wenn wir über auch das innere Kind sprechen.
00:02:16: Über die Traumata den so im Leben begegnet sind, sind es ja eher Entwicklungstraumata.
00:02:21: Kannst du als Expertin uns das nochmal abgrenzen?
00:02:24: Ja sehr gerne und das ist mir immer ein Anliegen, wie du es beschreibst.
00:02:29: Entwicklungstrauma ist so viel häufiger.
00:02:32: Vielleicht fangen wir an... Es gibt die klassische posttraumatischen Belastungsstörung, die schon als sehr schwere Erkrankungen gilt Und das tritt auf meistens durch ein einmaliges Ereignis.
00:02:42: Also wenn wir in einer schwierigen Situation sind, zum Beispiel Zugunglück oder Flutopfer – diese Flutkatastrophe!
00:02:51: Wir erleben einmal ein Eregnis, das schrecklich ist, in der wir uns befinden.
00:02:57: Wenn wir dann entwickeln viele Menschen eine posttraumatische Belastungsstörung.
00:03:03: Das heißt, sie haben Intrusionen und Flashbacks.
00:03:06: Sie erleben das immer wieder, können sich schlecht davon distanzieren, entwickeln Schlafstörungen und ein gewisses körperliches Hyperavosal.
00:03:13: Sie sind immer im Fight- und Flight-Modus.
00:03:17: Und dann haben wir jetzt neu eine komplexe posttraumaatische Belastungsstörung.
00:03:24: Bei der komplexen posttraumanischen Belastungsstürung ist es so oft auch immer wachsenerneuter, dass wie wiederholt Dinge erleben, die traumatisierend sind.
00:03:33: Also vielleicht ist das in Beziehungen am einfachsten erklärbar.
00:03:37: wenn ein Mensch an einer Beziehung ist mit einem missbrauchenden Partner und der Missbrauch immer wieder passiert egal ob emotional physisch oder sexuell dann handelt es sich um eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung.
00:03:52: und vielleicht um das noch sehr klar zu sagen weil ich glaube dass Wissen fehlt oft Posttraumatische Belastungsstörung oder eine komplexe, posttraumatsche Belastungsstörungen klassifizieren zu dürfen oder diagnostizieren.
00:04:07: Braucht es ein Ereignis außergewöhnlicher Schwere?
00:04:11: Oder von Lebensbetrugung?
00:04:15: Wenn wir eine Posttrauma-Türbelastungs-Störung haben dann kommt sofort jemand.
00:04:20: also wenn wir wie soll ich sagen eine außergewönliche Schwere haben wie einen Zug und Glück Dann kommen sofort die Therapeuten und stehen uns bei Erwachsenen, die ein einmaliges Erlebnis erlebt haben.
00:04:33: Und das ist gut so!
00:04:34: Das ist total wichtig und gut so.
00:04:36: Aber wenn wir uns überlegen... Wenn wir, wie soll ich sagen?
00:04:43: Und auch Erwachsene, die eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung erleben können sich Hilfe suchen aber Kinder sind völlig allein damit.
00:04:52: Und wenn Kinder schlecht behandelt werden um es braucht werden dann hören sie nie auf ihre Eltern zu lieben.
00:04:58: Sie hören auf sich selbst zu leben.
00:05:00: Und sie glauben, warum habe ich schon wieder was falsch gemacht.
00:05:03: Warum kann ich mich nicht zusammenreißen?
00:05:05: Warum kann Ich mich noch mehr anpassen und warum kann ich Mich nicht noch mehr
00:05:09: kontrollieren?".
00:05:11: Das ist so unglaublich traurig!
00:05:12: Weil Kinder keinen haben der ihn zur Seite steht, der ihnen sagt Es tut mir leid dass du das erleben musst und es ist nicht okay.
00:05:20: Kinder erleben keinen und müssen weiter funktionieren wenn die am Abend geschlagen werden oder gedemütigt werden oder sexuell missbraucht werden.
00:05:30: Dann müssen Sie am nächsten Tag die Mathe aber trotzdem schreiben.
00:05:33: Und dann sagt der Lehrer, konzentrier dich jetzt mal!
00:05:35: Wir haben Mathe, was ist los?
00:05:37: Und wir haben da überhaupt kein Bewusstsein für, was am Abend vorher noch passiert sein kann.
00:05:42: von einem Erwachsenen würden mir nicht erwarten dass der am nächsten tag auf die Arbeit geht um einen Kind Chong und das berührt mich immer sehr tief.
00:05:51: dieses dieses wenn ich das vielleicht sagen kann es auch so das ziel mit meinem buch.
00:05:57: Was mir so wichtig ist, in diesem Trauma endlich überwinden ist, denen eine Stimme zu geben die keine haben und die keiner gesehen hat.
00:06:07: Weil wir nicht darüber reden!
00:06:09: Und ich glaube die Schwierigkeit ist dass Kinder sind Symptomträger.
00:06:15: Kinder zeigen ob es ihnen gut geht oder nicht?
00:06:18: Und sie sagen was ihnen nicht gut tut aber dann... und die entwickeln Symptome und das ist gut so.
00:06:23: Und dann kommen Eltern an, wie du schon gesagt hast und sagen Es reicht jetzt mal.
00:06:27: Du übertramatisierst.
00:06:29: Keine hat damit ein Problem.
00:06:30: Hör mal auf damit!
00:06:33: Und das ist ja auch die Schwierigkeit.
00:06:34: Wenn Eltern anfangen zum Beispiel ihre Kinder zu schlagen Dann sagen Eltern Du provozierst mich immer so Musst du mich immer reizen.
00:06:46: Eltern sind also Kinder sind nie schuld wenn ihre Eltern sie schlagen Niemals.
00:06:52: Und ich finde dass es so wichtig dieses Das Kinder das wissen.
00:06:56: Das Kinder wissen, ich bin wertvoll unabhängig davon was ich tue und kein Mensch hat das Recht mich abzuwerten, mich zu missbrauchen, mich zschlagen oder mich hilflos mir selbst zu überlassen Was wir was.
00:07:11: ein Beispiel was zum Beispiel was mich oft sehr berührt ist Ich glaube wer alle auch ich habe den Satz gehört Lauf mit doch nicht immer zwischen die Füße.
00:07:22: Viele von uns kennen diesen Satz.
00:07:24: Und ganz ehrlich, die Aufgabe eines Kindes ist je jünger das so mehr zwischen den Beinen der Eltern rumzulaufen damit es sicher ist.
00:07:34: Ganz nahe in der Bindung, ganz nahe da sein um geschützt zu sein und sicher zu sein.
00:07:39: Wenn älteren solche Aussagen tätigen was läuft du mir zwischen den Füßen rum?
00:07:43: Dann ist das einfach nur gemein!
00:07:45: Das verletzt aber Kinder verstehen das nicht.
00:07:49: und dann denken Kinder ja stimmt ich bin dumm Ich bin immer nur am Weg anstatt zu begreifen, ich mache genau das, mache genau meine Aufgabe und ich gehöre genau in diesen Ort.
00:07:59: Und es gibt so viele Beispiele da könnte ich jetzt endlos welche nehmen wo wir uns glaube ich alle wieder erleben können.
00:08:06: wenn mir etwas erleben dass wird zum Beispiel Eltern backen einen Kuchen und wie mögen den nicht?
00:08:12: Wir sagen als Kinder oder schmeckt er nicht Dann sagen Eltern das un dankbar.
00:08:17: Ich hatte nie ein Kuchen Aber wir dürfen nicht äußern.
00:08:23: Danke für den Kuchen, aber den möchte ich leider nicht essen weil er mir nicht schmeckt und ist okay Und ich glaube da haben wir wenig Bewusstsein für.
00:08:32: Wir machen Dinge, wir erwarten Dankbarkeit.
00:08:36: Wenn die nicht kommt dann sind Eltern sauer.
00:08:40: Das Doppel ist ja dass wir dieses Bild was wir selber erlebt haben oft weitergeben an unsere Kinder.
00:08:49: Und ich glaube, was so wesentlich ist zu sagen... Ich finde es gut, dass du das merkst.
00:08:54: Dass der Kuchen dir nicht schmeckt?
00:08:55: Das ist okay!
00:08:56: Du musst ihn nicht essen.
00:08:57: Du kannst dir gerne Banane oder ein bisschen Obst nehmen, wenn du magst.
00:09:00: Es ist völlig in Ordnung.
00:09:02: Wir haben so hohe Erwartungen wie Kinder zu sein haben damit auch... Ich war letztens gerade gestern, weil ich im Berlin auch für den Podcast und da ... Da war eine Frau im Aufzug.
00:09:17: die ist mit mir am Aufzug gefahren weil ich einen schweren Koffer hatte, und die ... Die hat ein kleines Kind dabei.
00:09:23: Und der hat sich nicht gut benommen, der kleine Junge.
00:09:26: Ich hatte so das Gefühl, er war autistisch.
00:09:29: Der war vielleicht schon drei oder vier?
00:09:31: Dem war es zu viel!
00:09:32: Der Bahnhof war alles zu viel... Und der Junge hat sich nichts so gut benomen.
00:09:36: Und die Mutter hat sich entschuldigt und sagt, dass tut mir leid.
00:09:39: Und war sauer auf den Jungen.
00:09:40: Und ich dachte, ich hab hier auch gesagt du musst dich nicht entschuligen.
00:09:44: Es ist völlig
00:09:44: okay.".
00:09:45: Aber ich glaube, wir haben so oft die Tendenz, dass wir uns entschuldigen müssen für unsere Kinder und für... Wir tragen so viel Schuld, finde ich mit uns.
00:09:56: Und ich glaube das ist so was du auch angesprochen hast.
00:09:58: Ich glaube wir müssen begreifen, wir sind nicht schuldig!
00:10:02: Und jeder Mensch ist anders und jeder Mensch is gut, so wie er ist.
00:10:06: Und ... und ich würde mir so sehr wünschen und das ist meine Hoffnung auch für das Buch, dass viele sich nicht mehr schämen und nicht mehr Schuldig fühlen, und merken wie unglaublich wertvoll sie sind.
00:10:20: Einfach nur dadurch dass sie da sind.
00:10:24: Oder war jetzt so viel drin?
00:10:29: Das Beispiel mit dem Zwischen den Beinen laufen oder das unsere Eltern sich für uns entschuldigen... Oder das Beispiel auch mit dem Kuchen.
00:10:45: Wenn ich da ganz oft mit erlebe, ist es Eltern etwas persönlich nehmen was überhaupt nicht an sie persönlich adressiert ist.
00:10:56: Es ist einfach ein Mitteilen kommunizierendes Kindes und dahinter steckt dann ja auch auf so hey!
00:11:04: Okay, ich bin dir jetzt nicht gut genug.
00:11:05: Oder ich habe meine Erziehung nicht gut gemacht und jetzt störst du hier die Leute?
00:11:11: Das heißt da springt ja ganz viel Unverarbeitetes der Eltern mit was dann eben auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird.
00:11:21: Und wie Du auch so schön sagst was wir einfach weitergeben und diese Themen schuld und charm empfinde Ich immer sind auch einfach in der erziehung oder Grundsätzlich auch im erwachsenen Leben, das sind halt einfach die Killer.
00:11:37: Wenn du dich abgewertet fühlen willst, schlecht fühlen will, dann geh einfach den direkten Weg der Schuld und Scham.
00:11:47: So weil schuldig zu sein ist hat auch einen ganz klaren Platz in der Gesellschaft.
00:11:54: Also, Opfer zu sein ist natürlich auch nicht schön.
00:11:58: Aber schuldig zu sein!
00:12:00: Dann bist du noch der Böse.
00:12:01: Dann bist Du das Problem.
00:12:03: Dann gehörst Du abgestraft.
00:12:05: Unsere Gesellschaft hat eine ganz klare Vorstellung was mit Menschen passieren soll.
00:12:12: die Schuld sind so und das wird ja auf die Kinder übertragen.
00:12:18: Du bist schuld, du machst was falsch, du störst die Leute!
00:12:21: Du bist undankbar.
00:12:23: wie kannst du nur?
00:12:24: Ich mache ich ermögliche dir ein Leben das ich selbst nie hatte und so weiter anzufallen.
00:12:29: Das ist ja der direkte Weg ins Unglück und auch in dieses passiert ja etwas mit mir.
00:12:36: Wenn ich mich schuldig fühle wenn ich mich Schäme dann will ich mich eigentlich unsichtbar machen.
00:12:40: Dann will ich eine Ecke stellen dass mich keiner sieht Oder ich will es wieder gut machen.
00:12:46: und da sind wir jetzt vielleicht auch bei dem Thema, was sich eben angesprochen hatte.
00:12:50: Ich gehe über meine Grenzen.
00:12:52: Ich nehme mich gar nicht mehr wahr weil ich will ja alles richtig machen.
00:12:55: Ich will die Gute sein.
00:12:58: Ja auf der richtigen Seite stehen!
00:13:01: Ja, ich glaube die Schwierigkeit ist... Wir entwickeln ganz viele Schutzmechanismen.
00:13:06: also wir sind in Elternhäusern, die uns vernachlässigen oder missbrauchen sind wir sehr verwundet.
00:13:16: Und was wir dann tun, ist dass wir ganz viele Schutzmechanismen entwickeln wie so Schutzschilder das wir nicht wieder verletzt werden und der eine wird perfektionistisch und guckt das ja alles ganz oft kontrolliert und das es genau richtig macht.
00:13:36: Das aus Angst vor erneuter Abwertung.
00:13:40: ein anderer zum Beispiel wird ein People-Bleaser und guckt, dass er seine eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr wahrnimmt.
00:13:46: Weil zu oft Schuld verteilt wurde – du denkst nur an dich!
00:13:49: Immer wieder geht's, ne?
00:13:50: Du wirst ein Drama und macht Drama Queen oder ich?
00:13:54: mich gruselts immer wenn ich Eltern Drama Queen über ihre Kinder reden höre oder sagen immer eine extra Wurstbraten, wo ich denke….
00:14:03: Wo ist das Thema?
00:14:04: Wenn ein Kind was anderes
00:14:07: braucht?!
00:14:08: Und ich glaube aber vielleicht noch mal den Eingedanken zur Ende.
00:14:11: Ich glaube, das Besondere ist die alle haben viele Schutzmechanismen.
00:14:14: Einer kann zum Beispiel sein dass wir Pipelgleser sind.
00:14:17: Wir stellen alle anderen zufrieden!
00:14:18: Wir gucken immer was der andere will und ich finde das typische Merkmal beim Pipelgläser ist Der ist im Kontakt mit anderen Menschen Und er verliert Energie.
00:14:29: Wenn du mit dir selber in Kontakt bist dann triffst du dich mit anderen und dann kannst Du auftanken Denn es ist total schön.
00:14:35: Also mit lieben anderen Menschen.
00:14:37: Wenn als Pipelgleaser dich mit liebem anderen Menschen triffst verlierst du im Kontakt Energie und kommst heim, bist ausgelaubt fühlst dich leer und energielos.
00:14:48: Und die anderen fühlen sich energetisch.
00:14:51: Ich glaube das Wesentliche ist also dass es so ein Mechanismus.
00:14:54: Ein Mechanismus ist wir ziehen uns zurück.
00:14:57: Wir gehen raus aus dem Konflikt und sagen ich brauche erstmal Zeit für mich.
00:15:01: den Weg wählen Männer auch oft aber auch Frauen und da sind dann Frauen in der Beziehung oft gefrustet weil sie sagen ja ich will im Kontakt bleiben und nicht dass du gehst.
00:15:10: Aber das ist der Mechanismus, den Sie vielleicht gelernt haben um sich zu schützen.
00:15:14: Und letztendlich heißt es nichts anderes, mir ist das so viel.
00:15:17: ich habe Angst dass es wieder Konflikte gibt.
00:15:20: Ich hab Angst vor Verletzung und das ist mein Schutzmechanismus.
00:15:24: Andere gehen vielleicht in Kampf.
00:15:26: Wenn die ein bisschen was an Konflikt spüren halten sie sofort an und man würde sie als schwierige Menschen bezeichnen.
00:15:34: aber sie gehen lieber im Angriff bevor sie selber angegriffen werden.
00:15:38: und jeder entwickelt In Abhängigkeit von seiner Persönlichkeit und in Abhängigkeit der Missbrauchssituation, die er erlebt hat.
00:15:46: Andere Schutzmechanismen!
00:15:48: Was wir brauchen ist ein einfach Dasein füreinander – und wir können ja noch nicht mehr für uns da sein.
00:15:56: Wir sind Lustmaximiere und Unlustminimierer.
00:16:01: Das heißt denn wenn irgendwie uns abgelehnt fühlen und wir alle kennen dieses Gefühl, wie alle fühlen uns mal abgelehmt.
00:16:08: Wenn wir uns abgeähnt fühlten dann ist das ein ganz unheimliches Gefühl dass wir gar nicht halten können.
00:16:14: in aller Regel wird es schnell verdrängt und da machen wir irgendwas anderes.
00:16:19: aber bei der nächsten Ablehnungssituation kommen all die Ablehneungsgefühle wieder hoch und sagen... und das kann man nur biologisch gut erklären.
00:16:26: und dann sagen sie hey da bin ich wieder hast du jetzt Zeit dich um mich zu kümmern?
00:16:30: Und wir denken erst recht oh nein!
00:16:33: Auf gar keinen Fall.
00:16:34: und dann laufen wir noch mehr weg.
00:16:35: Und so kummeliert sich das, wie du das vorher so schön beschrieben hast... Dann kummelt es sich immer mehr!
00:16:40: Wir fühlen uns völlig überwältigt und wollen gar nicht mehr hinschauen.
00:16:44: Bei anderen fühlst du uns hilflos.
00:16:46: wenn andere uns erzählen dass es ihnen nicht gut geht, dann wissen wir gar nicht was sagen wir jetzt?
00:16:53: Wir versuchen etwas ganz Schlaues zu sagen.
00:16:59: Ich feier immer die Freunde von Hierob.
00:17:02: Was ist so eine alte Geschichte aus der Bibel?
00:17:04: Hierob hat ganz viel erlebt.
00:17:06: Der hatte zehn Kinder, die sind alle gestorben!
00:17:09: Wer hatte ganz viele Knechte und Bedienstsitte und ganz viele
00:17:12: Tiere?!
00:17:13: Der war sehr reich – und er hat von einen Schlag auf den anderen alles verloren.
00:17:17: Und der hatte vom Kopf bis Fuß aussaat.
00:17:19: Den ging es richtig schlecht.
00:17:21: Der war lebensmüde.
00:17:24: Und dann kamen seine Freunde, die haben davon gehört, die waren tagesreisend alt entfernt und sind gekommen, die seien angereist.
00:17:29: Und unterwegs haben sie sich unterhalten.
00:17:33: Was sagen wir hierup?
00:17:35: Sollen wir sagen, es wird wieder?
00:17:37: Nein.
00:17:38: Sollen die sagen, das kommen bessere Zeiten?
00:17:40: Nein!
00:17:41: Sollen sie sagen Gott würde schon richten?
00:17:43: Nein Und die waren sich einig Es wird nichts helfen.
00:17:48: Weise.
00:17:49: Männer.
00:17:49: ich feier die.
00:17:51: Von denen können wir so voll lernen.
00:17:52: was sie gemacht haben ist Die waren sieben oder zehn Tage einfach nur bei ihnen.
00:17:56: Tag und Nacht haben die bei ihm besessen Ohne einen Wort zu sagen weil auch kein Wort helfen würde.
00:18:03: Die Situation war einfach nur schrecklich.
00:18:06: Da hilft manchmal helfen Worte nicht, aber das Gefühl was sie gesagt haben non-verbal war Wir sind da und wir lassen dich nicht allein Und dass ist großartig!
00:18:20: Und als es ihnen dann wieder besser ging Dann sind die weitergezogen.
00:18:24: Aber genau das brauchen wir Dass jemand in unseren schlimmsten Situationen da ist Wir brauchen keinen Ratschlag uns nicht allein lässt und mit uns fühlt.
00:18:36: Das ist das, was wir brauchen und was sich so unglaublich gut anfühlt.
00:18:39: Und die positive Nachricht?
00:18:43: Wenn wir gerade keinen haben der das tut dann können wir das auch für uns selber.
00:18:48: also dass es so wesentlich dass wir uns nicht alleine lassen und das tun wir indem wir verträngen in dem wir sagen jetzt gehe ich weiter ich mag dieses Gefühl nicht haben Ablehnung oder Hilflosigkeit ohne Macht Und dann vertränken wir das.
00:19:02: Damit lassen wir uns selber auch immer wieder allein, völlig verständlich wie du auch erklärt hast.
00:19:12: Und ich kannte die Geschichte von Hiob gar nicht.
00:19:17: Wahrscheinlich kommt auch Hiobs Botschaft davon, was jetzt gerade gedacht.
00:19:21: Aber was seine Freunde mir ja auch dadurch gezeigt haben ist es... Okay, wenn es dir nicht gleich wieder gut geht.
00:19:27: Weil das ist ja auch etwas... Wenn ich immer eine Lösung anbiete und sage, hey, das wird schon!
00:19:33: Dann gebe ich dem anderen ja auch das Gefühl, jetzt ist aber auch mal gut, dass er sich gar nicht entfalten kann.
00:19:41: Auch da ist dann wieder unbewusst die Zensur von Gefühlen und Emotionen.
00:19:48: Du hast Eileen ein eben schon angesprochenen Grund ganz tolles Buch geschrieben.
00:19:54: Trauma endlich überwinden.
00:19:57: Trauma eigentlich überwenden, das ist ein... Für die, die es jetzt hier nicht sehen im Video, es ist wirklich ein dickes Buch!
00:20:04: Das ist einem Buchrand voll mit Wissen von dir als Expertin und auch mit ganz vielen Erklärungen aber auch Anleitungen.
00:20:15: Ich will immer das Wort Tipp so blöd, weil es ist immer ein Tipp.
00:20:18: Aber Hinführungen wie ich auch mit mir selbst arbeiten kann?
00:20:22: Du hast gerade so schön gesagt, ich kann ja für mich selber da sein.
00:20:27: Kannst du vielleicht wirklich mal einen Ansatz aus deinem Buch teilen jetzt in dem Bereich, indem wir uns hier gerade bewegen?
00:20:34: Wie schaffe ich das für mich dazu zu sein?
00:20:38: oder wie schaffe Viele von uns müssen sich vielleicht auch erst mal kurz regulieren können, um überhaupt für uns da zu sein.
00:20:51: Weil wenn ich dann mich körperlich und seelisch und emotional so fern von mir fühle oder in einer tiefen Angst gerade bin.
00:21:02: in einem Zustand ist es schwer zu sagen, ach jetzt sehe ich mich machen!
00:21:06: Hinten mit mir selber.
00:21:08: und wenn man mit mir da und gucken wir mal die Angst an.
00:21:12: Davor kommt wahrscheinlich erst mal das, hey ich muss jetzt erstmal hier aus dieser Situation kommen um mich zu regulieren, um überhaupt aus diesen Fight Flight Freeze Modus rauszukommen?
00:21:26: Ja absolut!
00:21:28: Da bin ich ganz bei dir.
00:21:29: Ich glaube... Also du hast vorher das Beispiel mit Burnout angesprochen.
00:21:33: Wenn wir uns das anschauen, dann ist so typisch ein Mensch der einen Burn-Out hat, der geht über ganz viele Grenzen hinweg bis es zum Burn out kommt.
00:21:42: also... Das heißt er hat Schlafstörungen.
00:21:47: Der kann zu Hause nicht mehr abschalten.
00:21:49: Er ist permanent in Unruhe.
00:21:50: Er denkt nur noch über die Arbeit nach.
00:21:52: Der Körper produziert einen Symptom nach dem anderen und zu sagen mir geht's nicht gut!
00:21:57: Und wir haben immer wieder drüber hinweggehört, bis wir irgendwann zusammenbrechen.
00:22:03: Was so wichtig ist.
00:22:03: mal als Beispiel... Wenn wir zu unserem Chef gehen und wir merken in der heutigen Zeit viele Menschen sind beruflich völlig überlastet wenn viel zu viel Arbeit da ist oder wieder irgendwie Kürzungen, Personalkürzung auf einmal hat man zwei Kollegen weniger aber die anderen müssen die Arbeit mitmachen passiert an so vielen Arbeitsplätzen.
00:22:25: Und wenn man dann zum Chef geht und seinen ganzen Mut zusammen nennt, das kostet richtig viel Mut.
00:22:29: Und sagt... Chef?
00:22:32: Mir ist es grad zuviel!
00:22:35: Ich hab viel zuvier Arbeitslast, ich schaff das nicht.
00:22:39: Dann sagt der Chef in aller Regel du schaffst das, komm wir müssen doch kurz durchhalten oder.. Ich weiß is' grad viel Es für uns alle viel Das dauert nicht mehr lang, ich stell bald jemand neuen ein.
00:22:51: Wir schaffen das Komm auf bisschen noch aber ich seh dich Nein Der sieht uns nicht.
00:22:58: Und was so wichtig ist, also wir nehmen einander nicht ernst und das ist gerade auf einer emotionalen Ebene übereinelt.
00:23:07: Das machen wir in allen Bereichen.
00:23:08: Wir gehen von positiven aus.
00:23:10: Wir sehen etwas Positives.
00:23:11: Wir machen Mut aber wir hören mich zu.
00:23:17: Was ich brauche um zu deiner Frage zurückzukommen wenn ich mit mir selber im Kontakt bin?
00:23:23: Und das beschreibe ich am Anfang des Buches wie viele Lügen wir erzählt bekommen haben.
00:23:29: Und wir glauben Eltern, jetzt macht kein Drama draus, guckt nach vorne muss weitergehen achte auf das positive.
00:23:39: Das negiert ja all das was nicht gut war und da ist wenn ich jetzt mit mir im Kontakt bin und erst mal erkenne Was es eigentlich alles nicht wahr von dem was sich gelernt habe und gedacht habe dass es wahr ist und es gut ist und richtig ist Wenn ich das erkenne und merke, und bei einem Chef sitze im Gespräch und ihm sage, wenn der Chef sagt hey mach weiter nur noch kurze Zeit es wird besser.
00:24:03: Und ich dann merke stopp!
00:24:06: Chef dieser Moment, dass sich nicht mehr kann, der ist gekommen Ich bin überlastet, ich kann jetzt nicht mehr.
00:24:14: Ich würde gerne weitermachen und dieses weitermache nach vorne gucken.
00:24:18: Das mache schon seit einigen Monaten Aber jetzt ist der Moment gekommen wo ich nicht mehr kam.
00:24:24: Dann glaube ich, dass bestimmt neunzig Prozent der Chefs oder Chefin zuhören und sagen okay wir gucken wie wir eine Entlastung hinkriegen.
00:24:34: Also ich glaube wir funktionieren.
00:24:37: alle in diesem System nach vorne schauen weiter machen.
00:24:40: wenn ich bei mir ankomme und eine Verbindung zu mir selber habe deswegen gehe ich da mein Buch so sehr drauf ein dann merke ich das sich dem Chef lagen kann du dieser Punkt ist gerade jetzt schon erreicht.
00:24:53: Was finden wir von der Lösung?
00:24:54: Und dann bin ich mir sicher, dass die meisten Chefs eine Lösung finden.
00:24:56: Die meisten sagen okay wie können wir dich entlasten?
00:24:59: was würde helfen?
00:25:00: ganz konkret weil keiner will das immer drei Monate oder vier Monate rausfällt wegen Burnout.
00:25:06: und aber was sich brauche ist Ich muss mein Nervensystem regulieren, dass das eine und ich muss die Emotionen verarbeiten.
00:25:14: Aber womit ich auf alle Fälle anfangen kann is dass ich erstmal wahrnehme Dass das was ich empfinde.
00:25:19: es war so wie du es beschrieben hast.
00:25:22: Mein Körper reagiert immer richtig.
00:25:25: Mein Körper ist mein bester Freund und was ich meinen Kindern bei meinen Kindern immer mache, und ich habe drei Kinder, fünfzehn, dreizehn, elf ist... Ich will dass sie auf ihren Körper achten!
00:25:37: Ich will das die Merken wenn Sie erschöpft sind.
00:25:38: Ich will, dass sie merken nach dem sie Hunger haben und wann sie vielleicht keinen Hunger haben.
00:25:46: Wann kann ich mich gerade konzentrieren und wann nicht?
00:25:49: Und wann ist es sinnvoller, vielleicht eine Plätzepause zu machen und später die Hausaufgaben zu machen als jetzt da zu sitzen oder irgendwas zu lernen wo eh nichts im Kopf geht.
00:25:57: Und sich danach noch schlecht zu fühlen dass wir in diesem Modus kein Erwachsener würde das tun wenn wir... Wenn wir grade uns nicht konzentruieren können mittagstif oder was auch immer Wir können uns gerade nicht koncentrieren Dann machen wir halt mal irgendwas anderes und machen danach weiter.
00:26:14: Von Kindern wird oft erwartet, nee du lernst jetzt für die Arbeit und danach darfst du rausgehen
00:26:18: spielen.".
00:26:19: Aber wenn wir gerade keine Konzentration haben dann sitzen wir halt am... wie alle kennen das?
00:26:23: Dann sitzen wir gucken in ein Buch aber wir machen gar nichts!
00:26:26: Wir warten bis die Zeit drum ist, dann kriegen wir vielleicht noch eine Ansage von den Eltern.
00:26:32: Und es ist so traurig.
00:26:33: was wichtig ist dass ich merke wann ist meine Zeit Und was brauche ich, um mich zu regulieren?
00:26:39: Was brauche Ich, um wieder denken zu können.
00:26:42: Um wieder fit zu sein!
00:26:44: Und ich finde beim Chef geht es noch ganz gut mehr bei uns zu sein und zu sagen Das ist mir jetzt zu viel.
00:26:52: und wenn der Chef sagt hey wir müssen durchhalten und so und du schaffst das.
00:26:55: Es ist machbar dann zu sagen Ich bin zu dir gekommen weil's mir jetzt Zuvieles und weil es gerade nicht machbar ist kann man in aller Regel findet meine gute Lösung.
00:27:06: Das habe ich ganz oft erlebt, aber man muss es noch mal sagen und ist es traurig, aber momentan ist das noch so, aber immerhin das ist auch gut.
00:27:14: Es ist auch ein schöner Weg!
00:27:16: In Beziehung ist das viel schwieriger also gerade auch in romantischen Beziehungen.
00:27:22: Ich glaube die Schwierigkeit ist dass wir... wie soll ich sagen nicht?
00:27:27: Also wir kommen mal zurück zu dem Beispiel beim Autofahren.
00:27:32: wenn sie sagt Sie hat Angst Und er das Lein macht, dann wird sie das nächste Mal nicht mehr sagen dass sie Angst hat.
00:27:40: Dann wird sie die primäre Emotion ist die Angst.
00:27:45: Dann reagiert sie mit der sekundären Emotion und das ist oft ein Brut.
00:27:50: Ähm... und ... ähm.. und dann sagt sie vielleicht jetzt fährst du schon wieder so schnell!
00:27:57: Und dann ist man in nächsten Konflikt.
00:28:01: aber dann wird es so wenig klar was eigentlich dahinter steckt nämlich Ich soll es sagen, nämlich die Angst.
00:28:12: Die ist da nicht mehr schwürbar und dann kriegt man den Konflikt auch nicht gelöst.
00:28:15: und dann wird er sagen jetzt übertreibst du wieder!
00:28:18: Und dann isst man mitten im Konflikte und keiner fühlt sich gesehen und verstanden.
00:28:22: und das ist glaube ich das was wir oft erleben.
00:28:25: Wir lieben einander und trotzdem sind Konflikte so schwer zu lösen und oft so verletzend für beide Seiten.
00:28:34: Was es braucht, ist dieses Verstehen und dieses Dahintergucken.
00:28:39: Wenn wir... Das ist ganz oft so.
00:28:43: Und das macht es so komplex.
00:28:44: Wir haben nicht nur Angst.
00:28:46: Es ist oft etwas was wir nicht äußern sondern dass wir Wut äußeren.
00:28:49: aber das machen wir auch mit Trauer oder Schmerz.
00:28:52: Dass wir sagen wenn jemand zum Beispiel, wenn wir jemanden uns verabredet haben mit einer guten Freundin die hat abgesagt warum auch immer?
00:29:01: Vielleicht weil sie depressiv ist wer traurig ist oder das nicht so äußern kann.
00:29:06: Als People-Ploser sagt, heute klappt es leider nicht und sich dann höflich
00:29:10: entschuldigt.".
00:29:10: Und dann sind wir vielleicht ärgerlich und sagen, warum kommt die nicht?
00:29:14: Immer kommt sie nicht, Mann!
00:29:16: Dann reagieren wir mit Wut.
00:29:20: aber letztendlich steckt die Enttäuschung dahinter, dass wir diese Freundin vermissen und dass wir gerne mit dieser Freundin zusammen wären.
00:29:27: Eigentlich wäre's gut wenn ihr dann schreibt ich vermisse dich.
00:29:32: Schade, dass es heute nicht klappt, ich vermiss dich.
00:29:34: Das sagen wir viel zu selten.
00:29:36: Wir zeigen uns viel zu seldom verletzlich, manchmal schreiben wir dann nur weil wir wütend sind, schreiben vielleicht nur ja ist okay oder so oder irgendwas in die Richtung, dann ein anderes Mal.
00:29:47: aber oft sind es eben auch die sekundären Emotionen, die wir entwickeln – auch das sind Schutzmechanismen!
00:29:55: Weil wir sonst zu sehr verletzt sind.
00:29:59: und das ist auch vielleicht nochmal zu dem Punkt zur Entwicklungstrauma.
00:30:04: Entwicklungstrauma ist deshalb so schwer zu verstehen und auch ganz viele erkennen das erst mit dreißig, vierzig, fünfzig Jahren dass sie ein Entwicklungstrauma haben.
00:30:12: Die haben schon immer gemerkt irgendwie geht es mir nicht gut und ich bin am kämpfen aber sie wussten nicht warum.
00:30:16: Und Entwicklungstraum hat einen großen Einfluss auf den Selbstwert.
00:30:21: wenn wir immer wieder hören du bist schuld gegen dir musst dich sowie du das vorher auch so schön beschrieben hast dann macht das denn selbst wert ganz ganz klein und führt zu einer massiven Selbstabwertung.
00:30:32: Es macht was mit der Identität.
00:30:35: zu glauben, ich bin verkehrt.
00:30:36: Ich genüge nicht!
00:30:38: Ich reiche nicht!
00:31:03: mit dem Inneren nicht korrespondiert.
00:31:05: Wenn wir uns... und dann können wir uns immer weiter antreiben, egal was wir im Außen erreichen wenn wir das innerlich nicht fühlen ist es wird uns das nicht erreichen und also hat auf die Identitäten Einfluss, auf den Selbstwert und natürlich auch unsere Beziehungen ob wir vertrauen können Ob wir wirklich uns zeigen können Also ob wir dem anderen zum Beispiel ganz offen begegnen können und sagen können, oh wie schön.
00:31:36: Ich freu mich auf dich.
00:31:37: oder Angst haben wenn wir das sagen und der andere sagt vielleicht nur, ja ist okay dass du da bist.
00:31:42: Könnt ihr wirklich auch lieber ausdrücken?
00:31:44: Können wir näher und zu?
00:31:48: Auch Anziehung austrüppen?
00:31:50: Könn wir sagen du bedeutet es mir unglaublich viel?
00:31:53: Oder habe ich auch da Angst vor Verletzung?
00:31:55: Und mir ist das oft so gegangen, dass sich... Dass es mir schwer gefallen ist vor allem auch positive Gefühle auszudrücken weil ich immer Angst vor Verletzung hatte und vor Zurückweisung.
00:32:06: Und dann habe ich mich lieber bedeckt gehalten, lieber ein bisschen geschützt – nicht glaube viele von uns kennen das!
00:32:14: Also Entwicklungstrauma wirkt sich auch so viele Lebensbereiche aus die Art und Weise wie wir Beziehungen führen, wie wir einander vertrauen, wie Wir uns dem anderen öffnen können und vielleicht auch was wir erwarten?
00:32:30: Wenn wir erlebt haben, dass andere missbrauchend mit uns umgegangen sind.
00:32:35: Dann erwarten wir das andere das Wiedertun.
00:32:38: und wir glauben auch nicht.
00:32:39: wenn der Andere sagt hey ich habe dich wirklich liebt dann denke okay du sagst das jetzt aber du meinst es nicht Und wir warten schon darauf.
00:32:45: Dass es irgendwann anders ist und dass das alles Entwicklungstrauma ist Das begreifen wir erst später.
00:32:53: Ich
00:32:54: finde es eh so toll, dass wir in einer Zeit sind wo wir endlich mehr Licht an diese Themen lassen und Luft an alte Wunden, damit die nicht zu weiteren Verhärtungen unseres Lebens führen müssen.
00:33:07: Danke!
00:33:08: Vielen vielen Dank, Tige Sabah.
00:33:10: Du bist wundervoll.
00:33:12: Und ja
00:33:14: ihr Lieben
00:33:15: wir wünschen euch jetzt noch erstmal einen wunderschönen Tagabend wo auch immer ihr gerade seid.
00:33:23: Ciao.