The Mindful Sessions - Für mehr Achtsamkeit & Soulpower

The Mindful Sessions - Für mehr Achtsamkeit & Soulpower

Für mehr Achtsamkeit und Soulpower

Transkript

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00:00:00: Kinder, die in einem unberechenbaren Umfeld aufgewachsen sind werden oft zu kleiden mit Pteroloren.

00:00:09: Die spüren am Schritt im Flur an der Art wie eine Tür zufällt welche Stimmung heute herrscht Wie das Wetter Zuhause ist das Emotionale.

00:00:21: Diese Fähigkeit hat, falls es bei dir so ist zum Beispiel bei mir der Fall uns geschützt als Kind denn wir haben halt ganz früh erkannt wie es gerade die Stimmung und konnten uns entsprechend anpassen.

00:00:37: Hey, wie schön dass du hier heute wieder am Start bist bei den Mindful Sessions, bei deinem Podcast für mehr Achtsamkeit und Soulpower!

00:00:46: Hier soll es heute um acht Anzeichen gehen, die verraten ob du zu früh erwachsen werden musstest was das mit dir heute noch macht und wie du diese Fäden aus deiner Kindheit heute lockern kannst, damit du nicht zur Marionette quasi wirst.

00:01:07: Heute als Erwachsener von ungünstigen Konditionierungen aus deiler Kindheit.

00:01:14: Bevor wir einsteigen ist mir aber ganz wichtig eins zu sagen wenn du dich beim Zuhören bei einem oder in einem oder mehrerer dieser Punkte wiedererkennst heißt es nicht dass mit dir irgendwas falsch ist.

00:01:27: Es heißt doch nicht das deine Eltern einen schlechten Job gemacht haben.

00:01:31: Sie haben mit dem gearbeitet, was sie zur Verfügung hatten und was sie selbst mitbekommen haben.

00:01:38: Die meisten unserer Eltern haben wirklich ihr Bestes gegeben!

00:01:42: Und trotzdem kann es dazu kommen dass wir uns als Kind unsicher gefühlt haben durch Streit, durch schwierige Situationen, durch Unberechenbarkeiten durch Druck, durch emotionale Abwesenheit.

00:02:05: und genau das müssen gar nicht irgendwelche dramatischen Vorfälle sein.

00:02:13: Sondern das zieht sich wie so ein Faden eben durch unsere Kindheit für uns bei des ganz normal und trotzdem hat es eben einen großen Einfluss darauf, wie wir heute als Erwachsene durch die Welt gehen.

00:02:31: Und wenn du dich zum Beispiel früher nicht sicher gefühlt hast dann fandest dazu führen dass du dich eben auch als Erwachsenen nicht sicher fühlst oder sagst ich bin ein unsicherer Mensch Ich bin einfach unsicher in meinem Verhalten, in meinen Gedanken und du denkst das ist dein Charakter.

00:02:55: Es ist aber nicht dein Charaktor es ist einfach eine ungünstige Konditionierung aus deiner Kindheit.

00:03:04: deswegen lass uns den Außen auf ein Grund gehen damit das Leben leichter wird und lass es doch direkt mal damit anfangen was es überhaupt bedeutet sich nicht sicher zu fühlen.

00:03:21: Wovon sprechen wir da überhaupt?

00:03:24: Sich als Kind sicher zu füllen, bedeutet nicht dass alles perfekt sein musste oder das es nie Streit gab oder das nie ein lautes Wort gefallen ist.

00:03:39: Nein!

00:03:40: Sicherheit heißt Ein Kind sich innerlich darauf verlassen kann, ich darf so sein wie ich bin.

00:03:51: Meine Gefühle sind okay.

00:03:54: wenn etwas schief geht bleibt jemand bei mir und selbst wenn es Streit gibt oder auch mal Probleme kommt danach die Verbindung zurück.

00:04:09: Und ganz wichtig auch Ich Bin nicht für die Probleme der Familie zuständig.

00:04:16: Also ich kann mich darauf verlassen, dass meine Eltern sich darum kümmern.

00:04:23: Das ist etwas ganz, ganz Entscheidendes, sich sicher zu fühlen.

00:04:27: das Nervensystem des Kindes lernt dann Vertrauen, Ausgeglichenheit, Balance.

00:04:34: wenn wir das nicht haben Dann denkt das Kind, ich muss aufpassen oder ich muss mich anpassen.

00:04:40: Oder ich muss lesen wie die Stimmung ist bevor Ich etwas sage oder bevor ich etwas tue Weil ein kind kann noch gar nicht abstrahieren oh meine Eltern sind gerade überfordert mit der Situation.

00:04:55: Das hat ja nichts mit mir zu tun.

00:04:57: nein Ein kind denkt Wenn ich anders wäre wäre es für meine Eltern leichter oder wäre die Situation leichter und so entsteht dann eine Überlebensstrategie.

00:05:12: Das Geniale daran ist, diese Überlebengestrategien, die funktionieren ja!

00:05:18: Die haben dich geschützt.

00:05:19: du bist hier, du sitzt hier oder stehst oder läufst und hörst diesen Podcast.

00:05:23: das Problem ist nur dein Körper hat nie ein Update bekommen dass die Gefahr jetzt vorbei ist, dass du jetzt in Sicherheit bist.

00:05:31: Du bist längst erwachsen aber Ein Teil von dir ist noch in dieser Dauerbereitschafts-Modus, wie so ein Arzt der im Notdienst ist.

00:05:43: Und viele Menschen tragen heute unbewusst diese Angst aus der Kindheit mit sich herum – diese Unsicherheit und spüren sie eben in einer Art Dauerspannung.

00:05:55: Und merken das nicht mal weil Sie es ja nie anders kennengelernt haben!

00:06:02: Das Phänomen bei Kindern Egal in welcher Situation du die setzt, für die kommen klar.

00:06:09: Für die ist das dann das Normal.

00:06:11: und wenn es für dich normal war, dich nicht sicher zu fühlen, dann... ...ist das was du kennst!

00:06:18: Und dann denkst du auch heute als Erwachsener, naja ich bin halt aufmerksam, vorsichtig, bin immer gut vorbereitet und... ...es stresst dich aber oder es lässt sich immer auf der Hut sein Aber du verinterfragst das gar nicht.

00:06:34: Und genau das ist der Kern dieser Podcast-Folge, wir schauen uns jetzt acht Muster an die vielleicht ganz normal für dich sind von denen du denkst dass bin ich aber das bist du nicht.

00:06:49: Anzeichen Nummer eins, Muster Nummer eins ist Du erklärst Dich ständig übermäßig.

00:06:56: Das ist das erste Anzeigen und vielleicht kennst du das?

00:07:03: Nein zu einer Einladung und schreibst gefühlt den ganzen Roman, warum du nein sagst.

00:07:13: Warum du die Verabredung oder die Einladungen ab- oder ausschlägst?

00:07:19: Oder du kommst fünf Minuten zu spät und statt dich einfach hinzusetzen lieferst Du eine ganze Verteidigungsrede oder du triffst eine Entscheidung Und du rechtfertigst dich für diese Entscheidung noch, bevor überhaupt jemand fragt.

00:07:37: Und was steckt dahinter dieser vorausallende Gehorsam?

00:07:42: Es ist eben wenn Du als Kind erlebt hast dass Deine Entscheidungen, Deine Gefühle nicht einfach akzeptiert werden sondern das Du sie rechtfertigen musst oder dass es Ärger gibt Wenn das nicht in das Konzept der anderen passt, dann lernst du als Kind.

00:08:02: Ich bin nur sicher wenn ich beweisen kann dass ich einen guten Grund dafür habe Dass ich mich gerade so verhalte.

00:08:12: und als Erwachsene erklärst Du dich dann ständig um Kritik abzuwehren bevor sie überhaupt kommt.

00:08:20: dein Körper sagt dann dabei Wenn ich es genug erkläre Kann ja niemand böse auf mich sein.

00:08:31: Die Wahrheit ist aber Erwachsene, die sich sicher fühlen können Ein Nein auch einfach mal stehen lassen!

00:08:45: Nein isst ein ganzer Satz.

00:08:49: Du kannst ihn natürlich noch ergänzen durch.

00:08:52: das schaffe ich leider nicht Und mehr brauch es nicht.

00:08:56: und wenn du dich diese Woche Jetzt kommt eine Mini-Übung, dabei ertappst das zu dich übermehrend mäßig erklärst.

00:09:05: Dann atmen diesen Momenten einfach mal tief durch und lass diesen ganzen langen Erklärungssatz den du so automatisch los werden willst.

00:09:19: Lass den mal weg!

00:09:20: Mach es nicht!

00:09:22: Folge diesen Impuls nicht und beobachte was in deinem Körper passiert.

00:09:28: Dieses Unwohlsein was du dann wahrscheinlich Verspürs ist nicht das Zeichen, dass du etwas falsch gemacht hast.

00:09:34: Es ist einfach nur ein altes Muster, das protestiert und dann halte dem aber Stand und merkt mal was passiert auf der anderen Seite.

00:09:44: Niemand wird böse auf dich sein, niemand wird nochmal nachfragen.

00:09:49: Alles ist gut!

00:09:52: Muster Nummer zwei Du liest ständig die Gesichtsausdrücke der Anderen Du analysierst die Gesichtsausdrücke der anderen Menschen.

00:10:03: Du betrittest einen Raum und scannst den Raum sofort, hey!

00:10:07: Wie guckt die Person mich an?

00:10:11: Ist dann Sternrunzeln?

00:10:14: Klang das gerade genervt?

00:10:17: oder du kriegst eine WhatsApp-App und da ist jetzt nicht ein Herzchen im Modi dabei... Sondern nur eine kurze Nachfrage.

00:10:28: Und dein erster Impuls ist gleich, boah!

00:10:30: Ist die Sauer auf mich, die andere Person?

00:10:33: Das nennt man Hypervigilanz also eine erhöhte Wachsamkeit und Kinder, die in einem unberechenbaren Umfeld aufgewachsen sind werden oft zu kleinen Meteorologen Die spüren am Schritt im Flur, an der Art wie eine Tür zufällt.

00:10:55: Welche Stimmung heute herrscht?

00:10:58: Wie das Wetter Zuhause?

00:11:02: ist das emotional?

00:11:04: Diese Fähigkeit hat – falls es bei dir so ist zum Beispiel bei mir der Fall – uns geschützt als Kind denn wir haben halt ganz früh erkannt, wie es gerade die Stimmung und konnten uns entsprechend anpassen oder eben uns unsichtbar machen.

00:11:22: Heute aber als Erwachsen ist das total anstrengend, weil was passiert?

00:11:27: Du triffst dich und bist danach Gesprächen total erschöpft, obwohl du eigentlich nur zugehört hast!

00:11:34: Aber weil du nebenbei Hutnatter von Signalen verarbeitet hast, hast du eben nicht einfach nur zugehört.

00:11:43: Weil dein ganzes System, ein ganzes Nervensystem damit Beschäftigt war all diese Signale der anderen, die du in sie hinein liest zu verarbeiten und Du tendierst wahrscheinlich auch dazu neutrale Gesichter negativ zu lesen.

00:12:02: Wichtigkeit ist es keine Schwäche.

00:12:04: das ist eine hochentwickelte Fähigkeit Die eben für einen Zweck entstanden ist Den du aber heute nicht mehr brauchst.

00:12:13: so bist in Sicherheit Und ein Impuls zum mitnehmen von mir, für dich ist.

00:12:22: Frage dich!

00:12:23: Wenn du nicht ständig scannen müsstest wie viel Energie hättest du dann frei?

00:12:28: Also wieviel Energie geht in deinem Leben dafür drauf die anderen zu lesen und wie viel hättetst du frei wenn du das nicht mehr machen würdest?

00:12:41: Anzeichen Nummer drei, Muster Nummer drei Du fühlst dich verantwortlich für die Gefühle der Anderen.

00:12:49: Das ist ein ganz klares Anzeichen, dass du als Kind zu früh erwachsen werden musstest.

00:12:52: Also wenn jemand traurig ist überlegst du sofort was hätte ich anders machen können?

00:12:58: Wenn jemand schlecht gelaunt ist versuchst du direkt die Stimmung zu heben.

00:13:04: Du kannst es sehr schwer aushalten, wenn jemand enttäuscht ist von dir und im Zweifel gibst du lieber Nef.

00:13:18: das hat oft eben eine ganz, ganz klare Wurzel dieses Verhalten.

00:13:24: Denn wenn du als Kind emotional überforderte Eltern erlebt hast, Beispiel ein Elternteil war vielleicht oft traurig, gestresst, vielleicht auch sogar wütend dann kannst du kann es passieren oder wird es passieren mit höchster Wahrscheinlichkeit das du das als Kind ganz unbewusst übernimmst und zwar übernimmt die Aufgabe, die Stimmung zu regulieren.

00:13:57: Auf einmal wirst Du zum Toastspender, zum Vermittler, zum braven Kind dass keine Probleme macht!

00:14:09: Du wirst der Regulierschalter Zuhause Und da entsteht eben ein Glaubenssatz, der dich bis heute begleiten kann.

00:14:21: Wenn es jemand anderem schlecht geht ist das meine Aufgabe, dass zu ändern.

00:14:27: Die Konsequenz im erwachsenen Leben ist dann aber du bist die Person, die alle Umrat fragen, die immer zuhört und immer da ist – auch in voraus einen Gehorsen!

00:14:45: immer nach vorne springt und alles gut machen will.

00:14:49: Und deshalb bist du natürlich erschöpft, weil du dich selbst dabei vergisst auch deine eigenen Bedürfnisse runterschluckst wenn sie im Kontrast zu den Bedürfenissen der anderen stehen.

00:15:03: Und ein Satz, der hier Gold wert ist um dieses Muster zu verschieben oder aufzulösen Ich kann mitfühlen, ohne verantwortlich zu sein.

00:15:21: Du darfst natürlich für andere Menschen da sein und ihre Gefühle gehören ihnen!

00:15:30: Das ist ihr Eigentum.

00:15:34: Ja du musst es nicht nehmen.

00:15:37: Du musst das auch nicht reparieren.

00:15:39: Es sind Ihre.

00:15:40: Atme da mal kurz rein.

00:15:43: Das ist so ein großer Satz, der vieles wenn wir ihn wirklich praktizieren verändern kann.

00:15:51: Anzeichen Nummer vier Du vermeidest Konflikte entweder komplett oder gehst sofort in den Angriff.

00:16:03: Wer kennt sich da wieder?

00:16:05: Ja und es ist ein sehr spannendes Anzeigen weil er eben zwei Gesichter hat So Dr.

00:16:11: Jacqueline Mr.

00:16:12: Heitmäßig.

00:16:13: Entweder du vermeidests Konflikte komplett entziehst dich dem oder du gehst sofort in den Angriff, schluckst alles unter.

00:16:25: Entweder du sagst ja ist schon okay obwohl es überhaupt nicht für dich ok ist und du abends im Bett liegst und dich ärgerst über die Situation oder ja ziehst dich zurück wechseln das Thema also einfach nicht an dich ran lassen.

00:16:44: man nennt es auch von oder Fluchtreaktion.

00:16:49: Also entweder du machst das, oder ... Du gehst in den Angriff und die Verteidigung.

00:16:57: schon bei einem ganz kleinen Missverständnis oder einem leichten Vorwurf ist der Puls auf Hundert Achtzig und deine Stimme wird schärfer, der Ton wird scherfer.

00:17:12: Du wirst lauter!

00:17:13: Und das ist eben dann eine typische Kampfreaktion.

00:17:18: Das kann gut sein, dass du dich je nach deiner emotionalen Verfassung mal dem einen bedienst oder mal den anderen bedienst.

00:17:26: Beide Varianten haben aber denselben Ursprung.

00:17:31: Für dein Nervensystem.

00:17:32: als Kind war Konflikt gefährlich.

00:17:36: Vielleicht wurdest du angeschrien, vielleicht gab es das eisige Schweigen, vielleicht ist die Eltern-Kindbeziehung nach einem Streit stundenlang bei manchen vielleicht auch tagelang unterkühlt geblieben.

00:17:58: und dein System hat eben gelernt, Konflikt – und zwar jegliche Art von Konflikten ist eine Bedrohung.

00:18:07: Ist gefährlich!

00:18:09: Und auf eine Bedruhung, auf Gefahr reagiert der Körper entweder mit Flucht, mit Erstarren anpassen oder dem Kampf also alles was wir eben gesagt haben.

00:18:24: das heißt wenn du in einem Streit überreagierst oder eben komplett abtauchst, so den Kopf unter Wasser steckst.

00:18:36: Den Kopf in den Sand steckt sagt man ja so schön dann bist du nicht zu empfindlich oder zu schwierig.

00:18:42: dein Körper reagiert einfach nur auf eine alte Gefahr und der erste Schritt ist eben nicht sofort anders zu reagieren.

00:18:54: es geht gar nicht wenn wir das schon jahrzehntelang gemacht haben.

00:18:58: Der erste Schritt ist zu bemerken, was da in dir passiert.

00:19:02: Zu merken, aha!

00:19:04: Da ist es wieder mein Schutzmuster wie so ein Forscher.

00:19:08: Gehe mit dem Forschergeist dran.

00:19:10: Aha!

00:19:11: Da is' es wieder.

00:19:12: ja die... Ich fahr wieder den Panzer auf oder ich spiel wieder das Versteckspiel und aha, da isses wieder.

00:19:25: Schafft Abstand Denn da ist es wieder bedeutet eben, du sagst nicht oh, da bin ich wieder.

00:19:31: Sondern da ist das Muster und so lernst du dich eben nicht mit dem was du da tust zu identifizieren.

00:19:39: Muster Nummer fünf an dem du erkennst dass du zu früh erwachsen werden musstest.

00:19:45: Du hast Schwierigkeit mit dem Nichtstun.

00:19:49: Wochenende also eigentlich frei könntest dich locker machen auf dem Sofa und dann kommt sofort die Unruhe.

00:19:59: Und das... Auf dem Sofasitzen fühlt sich an wie Zeitverschwendung, und deswegen machst du etwas!

00:20:06: Du räumst auf, du planst, du optimierst.

00:20:11: Ich mache nur noch kurz sagen wir dann so schön.

00:20:16: Wenn du aber doch mal kurz innehältst und still sitzt tauchen sofort Gedanken und Gefühle auf, die du eigentlich nicht führen willst.

00:20:26: Und da kommen sofort Schuldgefühle.

00:20:30: Vielleicht kennst du das auch wenn du in einem Raum bist und mal gar nichts machst und dann kommt jemand rein und du springst sofort auf und tust es so als wärst du ganz beschäftigt!

00:20:39: Das geht ganz viel so!

00:20:40: Beobachte dich mir dabei.

00:20:42: ja weil du ein schlechtes Gewissen hast nichts zu tun weil du eben Als Kind gelernt hast.

00:20:48: ich bin nur Sicher, wenn ich Leistung erbringe.

00:20:54: Wenn ich etwas mache, wenn Ich die Stimmung reguliere... ...wenn ich sorge dass es allen gut geht.

00:21:02: Ja?

00:21:03: Wenn ich eben mache dann bin ich in Sicherheit weil mein Lebensumfeld ist nicht einfach so ein sicherer Platz!

00:21:12: Ich muss den sicher gestalten und dieses Muster führst du halt heute noch weiter.

00:21:20: Dein System hat halt gelernt, Aktivität bedeutet Sicherheit.

00:21:24: Ruhe ist riskant bedeutet da kann jederzeit was schiefgehen und deswegen fällt es dir heute als Erwachsene so schwer nichts zu machen und du hast das Gefühl immer produktiv sein zu müssen dass türkische wirklich türkischer daran ist das ja unsere Gesellschaft auch noch belohnt.

00:21:47: Wenn wir ständig machen, dann sind wir ja fleißig, zuverlässig, ehrgeizig.

00:21:52: Aber innerlich kommen wir gar nicht mehr hinterher und weil aber die Gesellschaft das belohnt, springen wir eben direkt auf wenn jemand in den Raum kommt, wenn wir nichts tun und tun so als wären wir ganz beschäftigt.

00:22:08: Aber irgendwann kommt einfach die Rechnung im Macher-Modus sein.

00:22:18: Und bevor du jetzt denkst, ja da muss ich jetzt irgendwie ganz lange Pausen einbauen oder ganz viel Entspannung in mein Leben holen?

00:22:27: Nein es geht nicht darum Entspattung zu erzwingen!

00:22:30: Es geht darum deinem System in kleinen Dosen kannst auch Microdosing machen zu zeigen das Ruhe sich sicher einfühlen, da fünf Minuten ohne Handy.

00:22:44: Fünf Minuten ohne Aufgabe.

00:22:46: Fünft Minuten einfach mal deine Hand auf dein Herz legen, fünft minuten einfach mal atmen.

00:22:53: Einfach spazieren gehen und in den Himmel schauen.

00:22:56: Ja?

00:22:57: Einfach mal seien!

00:22:59: Nicht tuen!

00:23:02: Und spüren wenn ich einfach nur bin, bin ich auch sicher.

00:23:06: Das fühlt sich ja gut an das kann sich mit der Zeit richtig gut anfühlen.

00:23:13: Anzeichen Nummer sechs, dass du zu früh erwachsen werden musstest ist, du entschuldigst dich ständig.

00:23:19: Auch wenn das niemand von dir erwartet.

00:23:21: Ja?

00:23:21: Du entschulichst dich... Wenn du eine Frage hast, du Entschuldigts dich für deine Meinung, du entschuldigs dich für deiner Anwesenheit.

00:23:31: Sorry ich störe nur kurz.

00:23:33: sorry falls das blöd klingt.

00:23:36: Entschuligung!

00:23:38: Dass sich so viel rede.

00:23:41: und hinter diesen Klein Wort, sorry.

00:23:44: Entschuldigung steckt oft ein viel größeres Gefühl.

00:23:50: ich bin eine Last und Kinder die das zu oft zu hören bekommen haben wahrscheinlich nicht du bist ne Last sondern sowas.

00:24:02: wie Kannst du mir das antun?

00:24:04: oder stelle dich nicht so an oder sei nicht so einstrengend oder sein nicht so albern?

00:24:10: Die haben gespürt dass ihre Bedürfnisse bei anderen Stressausflößen, bei den Eltern.

00:24:18: Und die ziehen einen Schluss daraus eine Schlussfolgerung.

00:24:22: Meine Existenz ist ein Problem und das muss ich wieder gut machen.

00:24:28: Als Erwachsene entschuldigen wir uns dann weiterhin für unsere reine Existenzen präventiv für alles.

00:24:37: Das Ironische daran Je öfter du dich entschuldigst, desto mehr bestätigst du dir selbst, dass du etwas falsch gemacht hast.

00:24:51: Und eine kleine Umstellung die aber vieles verändern kann ist ersetzen mal das Sorry Dass ich so lange gebraucht habe durch Danke, dass Du gewartet hast oder ersetze Entschuldigung, dass ich störe durch.

00:25:10: Hast du kurz Zeit für mich?

00:25:13: Du ersetzt dadurch die Schuld durch Wertschätzung und es fühlt sich am Anfang ungewohnt an.

00:25:22: Alles was er neutun, fühlt dich erst mal ungewohnt an aber mit der Zeit lernst du das?

00:25:31: Und du kriegst ein ganz anderes Gefühl ... Selbstwettgefühl.

00:25:39: Dein Selbstwertgefühl wird steigern.

00:25:41: Anzeichen Nummer sieben Muster, Nummer siebem an dem du erkennst dass du zu früh erwachsen werden musst das ist.

00:25:48: Du hält Abstand Sicherheitsabstand von Menschen und isolierst dich von ihnen.

00:25:55: Beispiel du sagst Verabredung ab obwohl du eigentlich Lust auf Nähe hast oder das Bedürfnis nach näher hast.

00:26:01: Du sagst immer auf die Nachfrage wie geht es dir?

00:26:05: Ach alles gut ja!

00:26:07: Du lässt niemanden zu nahe an dich ran.

00:26:15: Du bist schon so eine Steppenwölfin oder ein Steppenwolf.

00:26:18: Keiner kennt dich wirklich, keine Person kennt dich richtig.

00:26:22: und das ist gar nicht weil du die Leute manipulieren willst oder weil du kein Interesse an den anderen Menschen hast sondern dass es reiner Selbstschutz.

00:26:32: wenn Nähe in der Kindheit für dich mit Enttäuschung Verletzung Zurückweisung verbunden war Dann lern dein System.

00:26:44: Je weniger ich von mir zeige und auch je weniger ich brauche, desto weniger kann ich verletzt werden, destso weniger kann nicht enttäuscht werden.

00:26:54: Desto weniger können wir wehgetan werden.

00:26:56: zum Beispiel wenn du als Kind geweint hast und dann von einem Erwachsenen gehört das ach komm jetzt hör doch mal auf zu weinen oder höre auf zu heulen.

00:27:04: Du hast aber weitergeweint weil du hast dich nicht gut gefühlt.

00:27:06: Das war dein wahres Gefühl in dem Moment.

00:27:10: Du hattest ja noch gar nicht die Worte, die Komplexität zu beschreiben.

00:27:14: Also was wirklich in dir vorgeht?

00:27:15: Du hast geweint und dann hat aber zum Beispiel deine Mama gesagt jetzt hörbar auf!

00:27:20: Jetzt hörber auf!

00:27:21: Hör jetzt auf zu weinen!

00:27:22: Und du hast nicht aufgehört.

00:27:23: und irgendwann hast du aufgeholt und dann habt deine Mama gesagt siehst du bist doch ein gutes Kind.

00:27:29: gut dass ihr jetzt aufgehärt hast zu wein.

00:27:30: Dann hast du gelernt okay meine Gefühle sind unangebracht und ich werde dafür vielleicht sogar geschämt oder bestraft.

00:27:41: Und wenn ich aber ganz einfach bin, dann kriege ich gutes Feedback und in dem Moment hast du entschieden okay!

00:27:54: Ich zeige niemandem mehr wie es wirklich in mir vorgeht weil das eben unangebracht ist.

00:28:02: Mein Tipp ist such dir jemanden bei dem du wirklich das Gefühl hast.

00:28:06: hier darf ich so sein wie Das kann Freund, seine Freundin, Partner-Partnerinnen, Coaching, Therapeuten, spirituelle Lehrerin – was auch immer.

00:28:17: Wer auch immer!

00:28:18: Jemand wo du dich sicher fühlst und gib etwas von dir preis Und erforscht dabei deine eigene innere Lahnkarte.

00:28:31: Wie geht es dir wirklich?

00:28:34: Vertraue dich an Da wird etwas ganz Wundervolles in dir aufgehen, was geheilt werden darf.

00:28:42: Du darfst nämlich so sein wie du bist.

00:28:47: Muster Nummer acht an dem du erkennst, dass du zu früh erwachsen werden musstest ist, du gehst immer von dem Schlimmsten aus per se.

00:28:56: Worstcase-Szenario is dein Ding!

00:29:00: Eine E-Mail Name popt auf und du denkst direkt oh jetzt gibts Ärger oder?

00:29:08: Es läuft gut es läuft gerade alles gut Und du denkst, oh man, lange wird es nicht mehr gut laufen.

00:29:13: Du kannst dich eben auch schwer freunden wenn's gut für dich läuft weil du direkt Angst hast dass das verlierst und dann Haken dran ist.

00:29:21: Das war irgendwann mal klug für dich denn wenn du als Kind immer damit rechnen musstest was die Stimmung kippt.

00:29:27: Wenn du nach Hause gekommen bist und erstmal den Raum lesen musstes.

00:29:31: Oh wie ist die Stimmung eigentlich heute?

00:29:34: Geh ich lieber in Deckung oder ist es sicher ich selbst zu sein Sicherheit gegeben.

00:29:40: Wer mit dem schlimmsten Recht wird, kann nicht überrascht werden und kann noch nicht verletzt werden.

00:29:45: Du gehst ja eh vor dem Schlimmsten aus und bist für das Schlimmmste gewappnet.

00:29:49: Zumindest glaubt man das als Kind.

00:29:51: heute führt es aber dazu dass du im Dauerstress bist denn auch wenn Objektiv nix passiert spielt dein Kopf ja unter Nervensystem alle Katastrophenszenarien durch, als wären sie wirklich in Vorbereitung.

00:30:10: Das heißt du erlebst das Schlimmste auf gedanklicher Ebene schon hundertmal auch wenn es nie eintritt.

00:30:23: Dein Körper, dein System kann nicht unterscheiden.

00:30:28: so ist... Ist das jetzt wirklich passiert oder passiert das wirklich?

00:30:34: Oder passiert das nicht wirklich?

00:30:35: Es fühlt sich an, als würde es wirklich passieren.

00:30:39: Das heißt die Angst ist real, die die Anspannung ist real selbst wenn die Gefahr nicht real ist und fragt dich in solchen Moment mal hey das was ich gerade spüre?

00:30:54: Ist es vielleicht einfach nur eine alte Erinnerung verkleidet als Vorhersage?

00:31:04: Also ist es etwas Altes und du wirst wahrscheinlich diese Frage mit Ja beantworten können.

00:31:11: Und Du wirst merken, wie oft Du dieses Muster abspielst?

00:31:15: Wie oft Du meinst Dich vorbereiten zu können auf das Schlimmste in dem Du das Schliimste immer wieder durchspielst obwohl es nie eintritt!

00:31:31: entscheide dich mal in so einem Moment ein ganz aktiv, okay ich mach das jetzt nicht.

00:31:35: Natürlich ist es so ein bisschen wie der rosa Elefant denkt nicht an den rosa elefanten, dann denkst du natürlich an den rosoelefanten aber denkt an was anderes.

00:31:42: Nimm andere Bilder, nimm schöne Bilder und wenn es einfach ist dass du ans Meer denkst.

00:31:52: Du musst gar nicht jetzt an den besten, ans beste Resultat denken.

00:31:56: also wenn du Angst hast irgendwas geht schief musst du dir jetzt nicht vorstellen ah es wird total super.

00:32:01: das würde am Anfang schwierig sein.

00:32:02: nimm einfach ein anderes Bild von den Bergen vom Meer.

00:32:09: Das wird ganz viel übrigens auch in therapeutischen Kontexten gemacht mit heilsamen Gegenbildern Und die müssen gar nicht im Kontext damit stehen, was dein eigentlicher Gedanke ist.

00:32:22: Einfach eine Musterunterbrechung ein heilsames Gegenbild.

00:32:27: und ja wenn du mehr dazu erfahren möchtest dann lade ich dich ein mein neues Buch zu lesen.

00:32:38: heute höre ich auch zu zweifeln da sprechen wir genau oder schreibe ich über all diese Muster wie wir sie auflösen können mit Mentaltechniken, mit Übungen.

00:32:50: Und jetzt wünsche ich dir aber erst mal einen wunderschönen Tagabendwoch, wo auch immer du gerade bist und ich würde mich wahnsinnig freuen über ein Abo, ein Kommentar zu dieser Podcastfolge und freue mich wenn wir uns hier nächste Woche wieder sehen und hören!

00:33:09: Ciao ciao.

Über diesen Podcast

Es braucht nicht viel, damit sich auf einmal alles ändert. Ein kurzes Inne­ halten. Ein tiefes Ein­ und Ausatmen. Eine andere Perspektive. Wenn du dich manchmal leer fühlst, zu klein, zu wenig, wenn du kämpfst oder stolperst, dann ist dieser Podcast für dich da!

Das neue Buch "Heute hör ich auf zu zweifeln":
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von und mit Sarah Desai

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